Auf was muss ich beim Aufbau meines Liteville Rahmens besonders achten?

Bitte beachten Sie, dass nicht alle auf dem freien Markt erhältlichen Anbauteile am Liteville Rahmen verbaut werden können, bzw. verbaut werden dürfen! Ausführliche Informationen hierzu in den Liteville Montageanleitungen.

Tretkurbellänge richtig wählen!

Nicht Vergessen: Die richtige Kurbellänge ist abhängig von der Beinlänge.
Ausgehend von der "Normal"-Kurbellänge 175 mm gilt folgende Faustregel:
• bei XS und S Rahmen: 5 mm kürzere Tretkurbeln.
• bei XL und XXL Rahmen: 5 mm längere Tretkurbeln.

Welche Art von Umwerfern kann montiert werden?

Je nach Rahmen-Modell (H-3 / 101 / 301 / 601 / 901) sind Unterschiedliche Umwerfer-Befestigungen und Typen vorgesehen. Bitte Informiere dich in der entsprechenden Rahmen Bedienungsanleitung über die Montagekompatibilität.


Können alle Arten von Kurbeln montiert werden?

Die Liteville Rahmen sind für Shimano "Integral-Kurbeln" konstruiert. Es können auch Kurbeln / Tretlager anderer Hersteller verwendet werden. Beachten Sie jedoch, dass nicht alle Fabrikate mit den Liteville Rahmen kompatibel sind.
Beachte auch die Kettenline. Liteville Rahmen mit EVO6 Hinterbau benötigen eine "Boost" Kurbel!

Welches Gewinde und welche Gehäusebreite hat das Tretlagergehäuse der Liteville Rahmen?

Ein BSA-Gewinde, die Gehäusebreite beträgt 73 mm. 

Welcher maximaler Bremsscheiben Durchmesser darf am Liteville Hinterbau gefahren werden?

Der Liteville Hinterbau ist bis 203 mm Bremsscheiben frei gegeben.

Welchen Durchmesser hat das Liteville Rahmensitzrohr?

Der Durchmesser für die Sattelstütze beträgt 34,9 mm.

Welchen Innendurchmesser hat die Syntace Sattelschnellspannklemme?

Der Durchmesser beträgt 38,0 mm

Können Canti- oder V-Brakes montiert werden?

Nein, es sind keine Cantisockel am Rahmen angebracht. Ein nachträgliches Aufschweißen ist wegen der geringen Wandstärke nicht möglich.

Wenn’s beim Anbremsen vorne knackt:

• Federgabel ausbauen und (mit Rohr-Klemmbacken) am Gabelschaft in den Schraubstock spannen. Jetzt die Gleitrohre am unteren Ende kräftig vor und zurück bewegen. Viele Gabeln (z.B. Fox) knistern jetzt durch Mikrobewegungen der Standrohr-Enden in ihrem Presssitz in der Gabelbrücke.Etwas störend aber ungefährlich.

• Achtung beim hin-und-herschieben des Bikes im Stand gegen die gezogene Vorderbremse: Was man da oft hört ist – speziell bei zu lasch gezogenem Bremshebel - das Klacken der Bremsbeläge in ihrem Bremszangen-Sitz (= eine Wurfpassung). Und nicht das Knacken des Steuersatzes.

Was tun, wenn die ganz eingeschobene Syntace P6 Stattelstütze im Liteville Rahmen zwickt?

Bei den drei kleineren Rahmengrössen (XS, S, M) ragt das original ungekürzte Sattelstützenrohr beim völligen Absenken des Sattels bis in die untere (innenliegende) Endkonifizierung des Sitzrohrs. Diese Endverstärkung hat zwar auch den obligatorischen 34.9 mm Innendurchmesser kann aber, da verschweisst, über die gesamte Sitzrohrlänge nicht auf 0.1 mm koaxial mit dem obenliegenden "richtungsbestimmenden" Sattelstützen-Klemmbereich sein: Beim völligen Einschieben einer für diese Rahmenhöhen überlangen z.B. 450 mm Sattelstütze zwickt's dann.

• Deshalb nach der ersten Probefahrt mit echten Radschuhen kucken wie viel unnütze Länge unterhalb der am LV 301 Rahmen eingelaserten "Minimum Seatpost Insert"-Markierung im Rahmen steckt. Diese unnütze Länge mit ca. 2 cm Sicherheits-Abstand (falls Du das Rad mal ausleihst) absägen. Zum Absägen die Sattelstütze in z.B. V-förmigen Rohrspannbacken vorsichtig im Schraubstock einspannen, wenn möglich das Rohr an dem Ende packen das sowieso abgeschnitten werden soll. Mit handelsüblicher Metall-Bügelsäge rechtwinklig absägen (Gewichts-Tuner: Zusätzlich mit einem nach hinten zeigenden 45° Schrägschnitt versehen).
• Die Schnittkante mit einem Schleifpapier-Klotz begradigen (Carbon ruiniert die Feile). Nur für Perfektionisten: Schnittkante mit etwas Nagellack, Klarlack oder Sekundenkleber versehen. Fertig.

Achtung: Carbonstaub ist lungengängig, bitte nicht einatmen oder in den "Haushaltsstaubsauger" saugen sondern besser feucht abwischen. Das benutzte Metallsägeblatt ist für weitere Metallschnitte nicht mehr gut, aber problemlos für weitere Schnitte in Carbon zu verwenden.

Wie lang muss eine Sattelstützen-Reduzierhülse mindestens sein?

Anpassung von höhenverstellbaren Sattelstützen für Liteville Rahmen leicht(er) gemacht. Dank der nun abgeschlossenen Langzeit-Testergebnisse können wir ab sofort rückwirkend für alle 301-Modelle bis Mk7 die Sattelstützen-Reduzierhülsenlänge von ursprünglich 150 mm auf nun 120 mm freigeben. Diese Freigabe erfolgt ohne Gewichtsbeschränkung. Ab 301 Mk8 gelten wie auf dem Sitzrohr markiert 120 mm bis 200 mm Auszugslänge, bzw. 140 mm über 200 mm Auszugslänge.
ACHTUNG: Die Verwendung von Reduzierhülsen hebt nicht die Mindesteinstecktiefe der Sattelstütze auf!

Und wie lange muß die Sattelstützen in dieser Reduzierhüse stecken?
Hier gilt ebenfalls: Die Verwendung von Reduzierhülsen hebt nicht die Mindesteinstecktiefe der Sattelstütze auf!

Für alle Liteville Rahmen empfehlen wir die Syntace POST SHIM LITE 31.6 (ArtNr: 10361). Falls die Einstecklänge nicht über die volle Länge der Reduzierhülse geht, muss bei allen Liteville-Rahmen für diese "Problemfälle" die POST SHIM 30.9 (ArtNr: 10363) in Verbindung mit einer 30.9mm Sattelstütze verwendet werden. Durch die dickere Wandstärke und geschlossene Bauweise der POST SHIM 30.9 darf nur hier die Mindesteinstecktiefe unterschritten werden.

Liteville Rahmen für RockShox Reverb Stealth nachrüsten

Eine Verwendung der RockShox Reverb Stealth mit seiner Leitungszuführung von unten an gewissen Liteville Rahmen ist möglich, wenn man dazu ein passendes Loch in das Sattelrohr bohrt.

Anleitung als PDF

Beachten Sie die Sattelstützen-Verschleißgrenze

Durch häufiges Verstellen in verschmutztem Zustand wird Material an der Sattelstütze und am Sitzrohr abgetragen. Bei Carbonsattelstützen ist der Verschleiß Aufgrund der lackierten Kunststoffmatrix/Faser Oberfläche viel höher als bei Aluminiumsattelstützen. Um diesen Verschleiß möglichst gering zu halten sollte nach jeder Fahrt im Regen/Schlamm die Sattelstütze aus dem Rahmen herausgezogen und gereinigt werden. Dabei sollte auch das Sitzrohr innen mit einem Lappen gereinigt werden.
Der Durchmesser der Sattelstütze ist von Zeit zu Zeit zu kontrollieren. Er darf an keiner Stelle weniger als 34,7 mm betragen! Ist dies der Fall, muss die Sattelstütze ausgetauscht werden da sonst der Rahmen im Bereich der Klemmschelle zu stark eingeschnürt wird und dadurch irreparabel deformiert werden kann, bzw. Risse im Sitzrohr entstehen können.

Hilft gegen einen schwergängige Carbon-Sattelstütze auch etwas Silikonspray?

Ja, hilft. Den Dreck mit einem Lumpen von der Sattelstütze und evtl. aus dem Sitzrohr wischen (dazu einfach einfach Lumpen um Stöckchen wickeln ...oder dünne "Malerrolle" nehmen) und dann mit Silikonöl einsprühen funktioniert prima. Solange Du darauf achtest dass sich kein Silikon-Spühnebel auf die Bremsscheibe niederschlägt (Windrichtung!).

Manchmal muss man das Gegenteil tun von dem was man erwartet...

z.B. hinten schmieren wenn‘s vorne knarzt. Das vermeintliche Knarzen aus dem Tretlager/Kurbelbereich kommt meist nicht von dort. Also am Besten das Tretlager und die Kurbel in Ruhe lassen, dafür:
• Ritzelpaket von der Nabe ziehen
• Freilaufkörper-Oberfläche gut mit Alu- oder Kupferpaste versehen (speziell die „kleinen“ Gänge)
• Nach Ritzelmontage den Abschlussring wirklich mit dem vollen angegebenen Drehmoment anziehen.

Unterschiede bei den Schraubensicherungsmitteln
Loctite hochfest, wie z.B. Syntace Bond 48 (83-54) grün, immer nur sehr sparsam auf Regel- und Feingewinde auftragen. Zum Beispiel mit einer schmalen Schraubenzieherklinge. Nicht das ganze Gewinde einsauen! Loctite mittelfest, wie z.B. Syntace Bond 48 (55-03) blau, zum Sichern von M5 und kleiner dem hochfesten Schraubenkleber vorziehen.

Lösen immer mit Wärme oder, speziell bei reichlich aufgetragener grüner Chemie, mit Glück.

Lötkolben-Methode statt Heissluftgebläse einsetzen. Gerade kleinere Schrauben lassen sich (im Gegensatz zu z.B. Lagernsitzen) damit meist rascher und ohne unerwünschte Föhnfolgen lösen:
• Normalen Elektro-Lötkolben auf Löttemperatur vorheizen.
• Dann mit der Lötspitze gezielt in/auf den Schraubenkopf fahren. Durch neigen der Spitze den großflächigsten Wärmeübergang herstellen.
• Mit etwas Spucke auf dem Finger lässt sich leicht und genau das Überschreiten der 100°C Grenze feststellen, haben wollen wir gute 150°C.
• Jetzt die Schraube zügig lösen.

Goldene Regel: Immer gezielt die Schraube ganz alleine, und zwar so rasch wie möglich erwärmen... nicht auch noch die ganze Umgebung rundum!

Das kleine Loctite 1x1

• Nimm gründlich geschütteltes z.B. Syntace Bond 48 mittelfest (blau).
• Alte Loctite Reste gut aus den Gängen bürsten/kratzen.
• Danach beide Gewindepartner wirklich entfetten, auch den Gewindegrund.
• Ein Tropfen, der sich nach dem einschrauben auch wirklich noch in den tragenden Gewindegängen befindet, ist z.B. bei M10 x 1 die richtige Menge.
• Den Inbus-Schlüssel gescheit tief einstecken, ...nicht nur die üblichen läppischen 3-4 mm. Die Schraube ist u.a. deshalb extra mit "durchsteckbarem" Kopf konstruiert.
• Gemäss DreMo gleich voll anziehen, nicht warten bis nach ca. einer Minute schon das Abbinden des Sicherungsmittel beginnt. Sonst gibt‘s nur zerriebenen Gries.
• Danach nicht mehr an der Schraube herumfummeln. Denn jetzt passiert die nächste ca. Stunde das wichtigste: Das Abbinden unter Luftabschluss.
• Achtung: Genau kucken. Gesichert wird generell nach jedem auf-, zu- oder auch nur bisschen verdrehen, und zwar komplett und frisch. Keine Mogeleien, sonst kann die Schraubensicherung ihren Dienst nicht verrichten.
• ... wo's geht, den alten Technik-Hasen auf die Finger kucken, respektive Löcher in den Bauch fragen. In Ermangelung solcher können Eigenversuche mit ein paar alten Schrauben und Muttern verschiedener Grösse, den Glauben durch im wahrsten Sinne handfestes Wissen ersetzen...

Einige Worte zu dem "Look" der Liteville Rahmenschweissnähte

Wir haben bei unseren Litevillerahmen-Schweissern die Option zwischen drei verschiedenen Arten des Aluminiumrahmen-Schweissens. Eine davon heisst "Cosmetic welding stile" und macht optisch schön anzuschauende, sehr flache, gleichmässig geschuppte Nähte. Wir haben uns von Anfang an für Liteville gegen diesen Schweissstil entschieden, da für uns selbst - ganz egoistisch- nur das leichtest mögliche Gewicht bei bester Reiss- und Ermüdungfestigkeit der Rahmenverbindungen und der Rohre selbst zählte.
Um das zu erreichen müssen wir schon die Rohr- und Frästeilwandstärken aber auf Basis der "unverbrannten" Original-Materialkenndaten radikal rein belastungsoptimiert auslegen ...ohne Rücksicht auf vom Schweisser ersehntes Extra-Materialfutter für einfachere, schönere Verschweissbarkeit, hohe Stromstärken, Sicherheit gegen Schweisskerben (wg. gestalterisch eingesetzten Flachnähten), hohen Wärmeeintrag mit Korngrössenveränderungen etc.. Und ohne Vermeidung von ungeliebten Schweiss-Zwangslagen...

Was fürs Liteville zählt, ist also ausschliesslich die auf Dauer stabilste, am wenigsten "Materialschaden" verursachende Schweissnaht. Und das auf Rohren ohne jedes Übergewicht. Da bleibt nur Spielraum für eine konsequent handwerkliche Verschweissung und das mit gut geübten Schweissern.
Sonst könnten wir, mit unserem derzeitigen Wissens- und Erfahrungsstand, nicht so leichte ....und dabei gleichzeitig so stabile Liteville-Rahmen bauen.

Kette bleibt innen in der SCS Kettenführung hängen

Wir haben den Platzbedarf bei der SCS Kettenführung so optimiert, dass sie möglichst optimal geschützt weit oben liegt. Bei einzelnen Rahmen kann es jedoch nötig sein, dass eine überhöhte Schweißnaht unten auf der Kettenstrebe (siehe Bild) leicht mit einer Feile abgeflacht werden muss, um ein hängenbleiben der Kette zu vermeiden. Dies hat keinerlei festigkeitsmindernde oder korrisionsrisikoerhöhende Auswirkungen. Es wird hier lediglich etwaiges Überschussmaterial der Schweiß-Handarbeit entfernt und seit Mk8 wird eine spezielle oxidationsarme Aluminiumlegierung verwendet, die sogar ohne jegliche Oberflächenbeschichtung als WorksFinish-Rahmen zum Einsatz kommt. Auch bei eloxierten oder gepulverten Rahmen ist dies optisch kein Nachteil, da diese Stelle am Rahmen im Laufe der Zeit generell durch die Kette blank gescheuert wird.

Shadow-RockGuard richtig montieren

Wählen Sie den richtigen Pin für ihr Schaltwerk aus und schrauben Sie diesen in den Syntace RockGuard® zunächst ca. zur Hälfte in das Gewinde ein. Stecken Sie den RockGuard® nun auf das Ausfallende und schrauben Sie ihn mit der M6 Mutter mit maximal 10 Nm fest. Drehen Sie den Pin so weit ein, daß die Anlagefläche der Pinspitze gerade an der Lochsenkung der Schaltwerks-Hauptbefestigungsschraube anliegt. Legen Sie dazu nun einen Finger so auf den Syntace RockGuard® und das Schaltwerk, daß er beide Bauteile berührt. So spüren Sie, wenn der RockGuard® beginnt sich vom Schaltwerk weg zu bewegen. Beobachten Sie genau den Abstand zwischen RockGuard® und Schaltwerk, damit der Syntace RockGuard® ohne unnötige Spannungen montiert ist. Der RockGuard® darf auf keinen Fall durch einen zu weit eingedrehten Pin nach innen gebogen werden.

Achtung: Durch wiederholtes vor- und zurückdrehen des Pins wird die serienmäßige blaue Nylock wirkungslos. Bringen Sie dann einfach Schraubensicherung (z.B. Syntace Bond 48 mittelfest blau, oder hochfest grün) auf. Schütteln Sie die Flasche vorher gut und tragen Sie das dickflüssige Sicherungsmittel satt auf das Gewinde auf.

Schwergängiger Steuersatz. Was tun?

Bei Syntace MegaSpacer in Kombination mit Liteville 301 ab Mk11 bzw. 601 ab Mk2 wird eine silberne, 0.6 mm Beilagscheibe zwischen SuperSpin und MegaSpacer benötigt. Diese liegt dem MegaSpacer (ab. 06.2013) bei oder kann bei Syntace als Ersatzteil bestellt werden.